Berlinale 2019 – Wettbewerb – God exists, her name is Petrunya

Der Name dieses Films ist schon mal großartig und Programm!

In Mazedonien gibt es zu Beginn des Jahres einen Brauch, bei dem ein geweihtes, ins Wasser geworfenes Kreuz von den Männern (ausschließlich Männern!) der Gemeinde herausgefischt wird. Dem Sieger/Fänger wird Glück für ein Jahr beschieden sein. Soweit so gut, Petrunya ist Akademikerin, Anfang 30, ohne Job und Mann, lebt noch bei ihren Eltern und muss alle möglichen Diskriminierungen aushalten. Angefangen bei einer zwar fürsorglichen, aber empathielosen Mutter. In einer Kurzschlussreaktion, erhascht Petrunya das Kreuz durch Zufall und der Sache endet bei der Polizei. In einer modernen Gesellschaft mit religiösen, mittelalterlichen Regeln, wissen auch die Männer des Gesetzes nicht wirklich mit der eigensinnigen Frau umzugehen. Diese absurde und überzeichnete Handlung macht Spaß und die Hauptdarstellerin trägt diesen Film. Selbst die Nebenrollen sind liebevoll mit Ironie bedacht. Am Ende ist Petrunya die klare Siegerin, wenn auch nicht im herkömmlichen Sinne. Gleichberechtigung ist, leider noch immer nicht selbstverständlich!

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